Sankt Falstaff

von Ewald Palmetshofer frei nach Shakespeares «King Henry IV»
18. Februar: Residenztheater, 19.00 Uhr

Die Gewehre der Frau Carrar / Würgendes Blei

von Bertolt Brecht / eine Fortschreibung von Björn SC Deigner
18. Februar: Gastspiel, 19.30 Uhr

Lambert Hamel
(7. Juni 1940 – 13. Februar 2026)

Das Residenztheater trauert um den Schauspieler Lambert Hamel, der am 13. Februar 2026 im Alter von 85 Jahren verstarb.

Hamel studierte zunächst Philosophie und Theaterwissenschaft und absolvierte anschließend seine Schauspielausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. Es folgten Engagements am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Schauspielhaus Bochum und am Schauspielhaus Köln. Dort sah ihn der damalige Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels, Helmut Heinrichs, als Artur in Mrozeks «Tango» und holte ihn 1968 ans Resi, wo er bis 1972 engagiert war. Anschließend wechselte Hamel an die Münchner Kammerspiele, denen er – mit einer kurzen freischaffenden Phase – bis 2001 angehörte. Mit dem Intendanzwechsel unter Dieter Dorn kehrte er an das Bayerische Staatsschauspiel zurück. Hier war er unter anderem zu sehen als Sosias in Kleists «Amphitryon» (2001; Regie Dieter Dorn), in der Hauptrolle in Shakespeares «Titus Andronicus» (2002; Regie Elmar Goerden), als Estragon in Becketts «Warten auf Godot» (2004; Regie Elmar Goerden), als Theseus in «Phädra» (2004; Regie Barbara Frey) sowie als Zauberkönig in Horváths «Geschichten aus dem Wiener Wald» (2005; Regie Barbara Frey), einer Koproduktion mit den Salzburger Festspielen.

«Lambert Hamel war ein ganz Großer des Münchner Theaters und unserer Kunst. Das erste Mal fiel er mir, ich war noch ein ganz junger Mensch, im ‹Sommernachtstraum› auf. Er spielte Zettel. Und die Verwandlung Zettels in den Esel vollzog sich, indem er sich die Haare ins Gesicht strich und sein Spiel, sein Mimenspiel, schlagartig völlig veränderte. Aus dem schauspielenden Handwerker Zettel war ein Tier geworden… Eine Bestie, die sich in ihrer Haut ganz animalisch wohl fühlte. Lambert Hamel hat mich seitdem immer wieder beeindruckt. Aufführung für Aufführung war dieser gedrungen und bürgerlich erscheinende Schauspieler nicht nur besonders bemerkenswert in seinem Spiel, sondern überraschte durch Poesie, die er verströmte, durch seine polternde Hemmungslosigkeit auf der Szene und seine ungeheure Wandlungsfähigkeit. Er hat mich so oft erschreckt und verzaubert. Und immer wieder war er der Mittelpunkt zahlreicher Inszenierungen. Ich habe nie mit ihm gearbeitet; kennengelernt haben wir uns mehrmals, doch immer nur flüchtig. Ich kenne ihn vor allem aus dem Zuschauerhaus, als Publikum, und verdanke ihm unvergessliche Abende. Danke, Lambert Hamel, ich danke Ihnen mit Ihrem Publikum so sehr für so vieles! » (Andreas Beck)

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken wahren.

München, den 17. Februar 2026
Bayerisches Staatsschauspiel

Andreas Beck
Staatsintendant

Dr. Katja Funken-Hamann
Geschäftsführende Direktorin

75 Jahre Neues Residenztheater

Am 28. Januar 1951 wurde das Neue Residenztheater am alten Platz in neuer Gestalt wiedereröffnet. Zum 75-jährigen Jubiläum erinnerten wir mit einem Festakt an die Geschichte und Bedeutung unseres Resis.

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Resi auf die Ohren

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Theatertag
«Drei Schwestern»

Am Theatertag können Sie besonders günstig ins Theater gehen: Bezahlen Sie nur 18/12 Euro im Residenztheater und Cuvilliéstheater sowie im Marstall 18 Euro auf allen Plätzen.


Die nächsten Theatertage:
MI 25 MRZ DREI SCHWESTERN

«Ensemble heißt Zusammen»
© Delschad Numan Khorschid

«Ensemble heißt Zusammen» ist ein Verein, der aus Künstler*innen des Ensembles des Residenztheaters besteht und sich für wohltätige Vereine und Initiativen stark macht, sich für Diversität einsetzt und soziale Projekte unterstützt.

Ergebnis der Spendensammlung 2025: 55313,15 Euro

DER RESI-RATGEBER

Guter Rat ist klickbar: Schnell und einfach zur persönlichen Stücke-Empfehlung!

BACKSTAGE IM RESI

Wir besuchen unsere Resi-Mitarbeitenden hinter den Kulissen und stellen Ihnen die Gewerke des Theaters vor.

DIE KUNST, NICHT DABEI ZU SEIN

Dramaturgin Constanze Kargl über «Automatenbüfett», das letzte Theaterstück Anna Gmeyners, das auf einer deutschen Bühne uraufgeführt wurde, bevor die Nationalsozialisten an die Macht kamen und die Schriftstellerin ins Exil zwangen.

WIE MAN EINE AUSSTERBENDE TIERART LIEBT

Wer ist heute noch bereit, an einer Utopie zu scheitern? Ein Gespräch mit Albert Ostermaier und Ersan Mondtag über «Munich Machine», dem Treibstoff «Utopie» in dystopischen Zeiten und die Stadt München zwischen musealer Erstarrung und anarchischer Vision.

Einen Ort geben

Nach dem Erfolg von «(Nicht)Mütter!» setzen die Ensemblemitglieder Lisa Stiegler und Barbara Horvath gemeinsam mit Sibylle Canonica ihre Auseinandersetzung mit Mutter-Tochter-Beziehungen fort. Dramaturg Ilja Mirsky spricht mit ihnen über ihre gemeinsame Arbeit an «Ein sanfter Tod».

Was lügt, stiehlt und mordet in uns?

Die Dramaturgin Katrin Michaels über Yasmina Rezas «Die Rückseite des Lebens»

Ein poetisches Experiment

Dramaturgin Katrin Michaels über Toni Morrison und «Rezitativ»

Scherben bringen Unglück

Ein Richter, ein Krug, ein Justizskandal: Dramaturgin Constanze Kargl über Machtmissbrauch, eine misslungene Uraufführung und Parallelen zwischen König Ödipus und Dorfrichter Adam in «Der zerbrochne Krug».

AUF DEM BOULEVARD DER DÄMMERUNG

Dramaturgin Almut Wagner zeichnet nach, wie Rainald Goetz in «Lapidarium» die politischen und persönlichen Abgründe des 21. Jahrhunderts seziert – mit radikaler Offenheit und überbordender Sprachkraft.

DER MENSCH MUSS ERST ZUGERICHTET WERDEN

Hausregisseur Alexander Eisenach über neue Männlichkeitsbilder, Untertanenmentalität und Humor in seiner Adaption von Heinrich Manns Roman «Der Untertan».