Naffie Janha

Naffie Janha wurde im Ruhrgebiet geboren und sammelte im Jugendclub des Stadttheaters Duisburg erste Erfahrungen auf der Bühne. 2018 begann sie ein Studium an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.

Es folgte 2021 ein Gastengagement am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. In der Spielzeit 2021/2022 trat sie ihr erstes Festengagement am Staatstheater Darmstadt an. Hier wurde sie mit Produktionen zur Woche junger Schauspieler*innen in Bensheim und dem Heidelberger Stückemarkt eingeladen und gewann bei den Hessischen Theatertagen. Seit der Spielzeit 2023/2024 ist sie festes Ensemblemitglied am Residenztheater und hat mit verschiedenen Regisseur*innen zusammengearbeitet, darunter Claus Peymann, Miloš Lolić und Anna Karasińska. 

In Luise Voigts Inszenierung «Die Gewehre der Frau Carrar / Würgendes Blei» ist sie zum ersten Mal auf dem Berliner Theatertreffen zu sehen.

Zu sehen in

Asiimwe Deborah Kawe erzählt in ihrem Schauspiel von der Lebensleistung einer nicht-dokumentierten Einwanderin. Wie so viele andere trägt die Krankenpflegerin Achen, Hauptfigur der Autorin, mit ihrer Arbeitskraft und als Steuerzahlerin zur Prosperität eines Landes bei, das sich über Nacht entschloßen hat, sie daraus zu vertreiben.

Das Gelobte Land
Premiere
Marstall, 19.00 Uhr
So 01 Jun

Brechts kurzes Stück kreist um die erschreckend aktuelle Frage, ob es angesichts eines gewaltsamen Angriffs die Möglichkeit neutraler Enthaltung gibt. «Würgendes Blei», der zweite Teil der Inszenierung, schreibt die Geschichte der Frau Carrar bis in die Gegenwart weiter, sucht nach einer Sprache für den Schrecken von Krieg und Zerstörung und erhebt Anklage gegen die Gewalt und ihre Werkzeuge.

Die Gewehre der Frau Carrar / Würgendes Blei
Fernsehaufzeichnung für ZDF/3SAT
Marstall, 20.00 Uhr
Do 24 Apr
ggf. Restkarten an der Abendkasse
Termin speichern
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 03 Mai
ggf. Restkarten an der Abendkasse
Termin speichern
Berliner Theatertreffen 2025
Gastspiel, 19.30 Uhr
Fr 09 Mai
Berliner Theatertreffen 2025
19.30 Uhr
Sa 10 Mai

Für das Talent und die Träume der heranwachsenden Tove ist im Kopenhagener Arbeiterviertel Vesterbro der 1920er-Jahre kein Platz. Mit vierzehn Jahren muss sie die Schule verlassen und gegen ihren Willen als Hausmädchen, später als Bürogehilfin arbeiten. Dennoch gibt sie sich nicht geschlagen, publiziert anfänglich Gedichte und Erzählungen und sucht ihre Befreiung unbeirrt im eigenen Schreiben. Tove Ditlevsen erzählt in der «Kopenhagen-Trilogie» immer entlang der eigenen Biografie von der Flucht aus einem komplizierten Alltag in die Narration und webt dabei Realität und Fiktion raffiniert ineinander. Ihre gleichnamige Ich-Erzählerin berichtet ebenso humorvoll wie lakonisch von Privatem, das nichtsdestotrotz politisch ist.

Die Kopenhagen-Trilogie

Oostende – Atlantikküste, Schneetreiben, Silvester, in der Halle eines Hotels, das die besten Zeiten hinter sich gelassen hat. Hier landet Minetti, ein alter «Schauspiel-Künstler», einsam – und zugleich mitten in einer Gesellschaft von «Verrückten». Oder Gleichgesinnten? Feiernde, Maskierte, Betrunkene … von denen man nicht weiß, woher sie kommen und wohin sie gehen – sie alle durchkreuzen die Hotelhalle wie Wesen aus einer anderen Welt … Eine Komödie? Eine Tragödie?

Minetti

Nach vielen Jahren kehrt Gregers in seine Heimat zurück. Sein Vater, ein erfolgreicher Unternehmer, bietet ihm an, in die Firmenleitung einzusteigen, aus der er sich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen muss. Gregers lehnt ab und erfährt gleichzeitig, dass sein Vater die Familie seines alten Freundes Hjalmar Ekdal, die in bescheidendsten Verhältnissen lebt, heimlich finanziell unterstützt und wird hellhörig. Warum zeigt sich der Kapitalist auf einmal als Menschenfreund? Henrik Ibsen zeigt in seiner Tragödie, wie das kapitalistische System direkt in das Private hineinwirkt und den Zusammenhalt in der Gesellschaft aushöhlt. Der Norweger Johannes Holmen Dahl, in Skandinavien einer der gefragtesten Regisseure, inszeniert nun mit einem Hauptwerk seines berühmten Landsmanns sein Deutschlanddebüt.

Die Wildente

Wie kann man sich das Land vorstellen, das man bewohnt, wenn man sein Gedächtnis verliert oder schon verloren hat? Wie kann man mit den Bewohner*innen dieses Landes kommunizieren? Poetisch und berührend kreiert das Ensemble eine Versuchungsanordnung, die der Erfahrung des Vergessens spielerisch nachgeht.

Was ich vergessen habe
Publikumsgespräch im Anschluss
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 19 Apr
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 24 Mai

Ensemble entdecken